Featherston liegt ca. 50 km noerdlich von Wellington und war bis in die 80er Jahre eine betriebsame Kleinstadt, das Zentrum der ganzen Gegend. Dann wurden viele Betriebe wegen der Wirtschatfskrise damals geschlossen und es ging bergab.. Heute knapp 2000 Einwohner, nicht mal ein Internetcafe, wer Arbeit hat muss nach Wellington pendeln, soziale "Brennpunkte" ueberall...
Ich feierte Silvester mit netten Freunden meines Gastgebers und erfuhr einiges ueber die Situation dort, life auch am Neujahrstag als abends Besuch ins Haus kam - es wurde viel getrunken (und nicht nur zu Silvester wird viel getrunken in Featherston!) und ueber fruehere gute Zeiten geredet, als man noch eine Schule mit 700 Kindern am Ort hatte und es keine Kindergangs oder einen Mord am hellichten Tag auf offener Strasse (wie vor 3 Jahren) gegeben hatte...
Viele alte wunderschoene aber zt.recht heruntergekommene Holzhaeuser und Art Deco-Haeuser aus der Zeit zwischen 1895 und 1930, viele "for sale" Tafeln...
Die Gegend waere eine super Basis zum Entdecken der landschaftlich schoenen, einsamen Ostkueste und auch der Lake Wairarapa und die Natur in den Rimutaka Hills ist bei Sonnenschein bestimmt toll! Leider war die Schlechtwetterfront weiterhin dominant und so fiel der Ausflug nach Cape Palliser wo wir den Leuchtturm besteigen wollten, buchstaeblich ins Wasser - die Strasse an der Steilkueste war durch einen der vielen ueber die Huegel herunterstuerzenden und ueber die Ufer getretenen Wildbaeche so stark ueberflutet, dass kein Durchkommen mehr war! Auch die Gartenarbeit fand in stroemendem Regen statt und da deshalb meine Verkuehlung nicht gerade besser wurde, brach ich am 3. 1. auf nach Wellington um fuers Beerenpfluecken in Blenheim wieder fit zu sein...
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Dienstag, 3. Januar 2012
Tongariru Alpine Crossing, 28.12.2011
Hektischer Aufbruch um 5Uhr15 von Pukawa nach Turangi, beide etwas verkuehlt da seit Tagen Sturm, Regen und Kaelte mit nur vereinzelten Auflockerungen... aber heut immerhin kein Regen, sonst waer der Shuttle gar nicht losgefahren!! Ein langbaertiger Naturbursch brachte David und mich zusammen mit 5 anderen dann zum Mangatepopo Valley carpark wo wir bei Morgengrauen losstiefelten - zuerst recht gemuetlich 1 Std langsam ansteigend durch ein Tal auf der fast 1000m hoch gelegenen Ebene zwischen erloschenen Vulkankegeln, dann wurde es schnell recht anspruchsvoll (gut dass ich das nicht vorher wusste..)!
Steil bergauf zwischen erstarrten Lavastroemen bis zum Sattel zwischen den beiden Vulkanen Mt. Tongariru und Mt. Ngauruhoe (letzter Ausbruch 1975), dort begruesste uns bei eisigem Wind Schnee und eine grosse Tafel die einem die Gewissensfrage stellte, ob man wirklich weitergehen soll - "last point of return" - nochmals ueber eigene Fitness nachdenken, Wetter beachten (leicht gesagt wenn man keine Ahnung hat wie schnell sich das hier aendern kann!).. Ich war mir nach dem sehr anstrengendem Aufstieg ejhrlich gesagt meiner "ausreichenden Fitness" nicht so sicher, verliess mich aber auf meine Zaehigkeit weil ich die Tour unbedingt machen wollte und immerhin hatten wir statt der veranschlagten 3,5 Std bisher nur 3 gebraucht... Ja, und so gings los, ueber den Suedkrater (Mondlandschaft mit Schneeflecken, eisigem Wind) hinauf zum Red Crater(1900m). Zeitweise extremer Nebel, rutschiges Gelaende, einen langen Grat mit losem Vulkangestein entlang bei eisigen Sturmboen und daneben, wenn der Wind die Wolken die uns einhuellten mal auseinandertrieb, atemberaubende Ausblicke auf Kraterwuesten 100m unter uns und schneebedeckte Berge hinter uns. Es war einfach irre! Oben der Red Crater ein schwarzroter Schlund und dann der Blick hinunter auf 3 gruenblaue Seen wie Augen, die Emerald Lakes.
Eine wilde Rutschpartie abwaerts durch Lavasand (ich war in 10 min unten, David, der schon halb erfroren war weil er nicht so viel Gwand mithatte wie ich und ziemliche Kniebeschwerden hatte, quaelte sich 1/2 Std langsam abwaerts) , dann Pause am Ufer des jadegruenen Sees wo rundum heisse Schwefeldampfschwaden aus Spalten und Erdloechern kamen, leider zu nass und heiss um sich draufzusetzen und zu waermen! Ist schon ein komisches gefuehl in so einer aktiven geothermalzone rumzulatschen und auch die Warntafel am Red Crater, wie sich ein erneuter Ausbruch des mt. Ngauruhoe ankuendigt und was man dann am besten tun soll, wo die Hauptlavastroeme runterkommen werden (genau da geht man naemlich entlang..) war schon etwas verstoerend! Nach der Durchquerung des naechsten Kessels kam ein riesiger, leider nur tw. sichtbarer See, der Blue Lake, der in einer alten Vulkanoeffnung entstanden ist, und dann gings nochmals aufwaert sentlang der Nordflanke des uralten und inaktiven Mt. Tongariru. Toller Ausblick fuer Minuten, und beim Abstieg dann endlich wieder etwas "lebendigere", mit Moosen, Grasbuescheln und sogar kleinen Bluemchen bewachsene steile Haenge aus rotem und schwarzem Vulkangestein bis wir endlich aus dem nebel herauswaren und die Ketetahi-Hut erreicht hatten, ein unbewirtschafteter Unterschlupf (aber mit Trinkwasser und klo)auf 1450m. Ja, und dort hatte David dann, inzwischen grau statt braun im Gesicht (er ist halb Franzose, halb Afrikaner) seinen koerperlichen Zusammenbruch. Er konnte einfach nicht mehr weiter, Schuettelfrost, legte sich ins Gras und ruehrte sich einfach nicht mehr. Ich hatte echt ein ungutes Gefuehl weil ich ihn lang nicht wachkriegte, aber nach gut 1 Std. konnte ich ihn aufwecken, dazu bringen aufzustehen und was zu trinken, und nachdem ich meinen kleinen Rucksack in seinen gestopft hattewankte er langsam vor mir bergab. Fuer die restlichen 7 km brauchten wir allerdings fast 3 Stunden obwohl ich ihn nach 2 Pausen innerhalb von 3 km nicht mehr niedersitzen liess weil ich fuerchtete er werde nicht mehr hochkommen... er tat mir eh leid als er wie ein gestoerter Roboter langsam vor mir her taumelte, aber ich hatte keine Lust die Nacht am Berg zu verbringen und alleinlassen konnte ich ihn auch nicht! Gluecklicherweise schafften wir es den letzten bus am Endpunkt der crossing zu erreichen und kamen abends erschoepft wieder in Turangi an. da er nicht mehr Autofahren konnte fuhr ich das erste mal (und ohne Fuehrerschein..) mit Automatik und Linksverkehr die Viertelstunde ueber die kurvige Bergstrasse zu unserer Bleibe in Pukowa... letzendlich alles gut gelaufen, aber war schon abenteuerlicher als ich eigentlich vorhatte!
Nach 1,5 Erholungstagen gings bei sintflutartig anhaltendem Regen weiter zu meinem neuen Gastgeber...
27.12. - ueber Roturua und Taupo nach Turangi...
Trotz Protesten meiner Gastfamilie und der ganzen Verwandtschaft, die die Feiertage mit uns verbrachten (11 kids, 14 Erwachsene - Chaos pur!!) brach ich mit David, einem 24jaehrigen franz. Helpxer mit Auto vormittags Richtung Sueden auf. In Roturua machten wir einen Spaziergang am See entlang und schnueffelten die Schwefeldaempfe im Kuirau Park wo ueberall heisse(r) Dampf, Quellen und Schlamm blubbern. Dann gings aus dem Touristenzentrum weiter Richtung Lake Taupo und auf dem Weg besuchten wir die beeindruckende Schlucht bzw. den Wasserfall - Huka Falls - des Waikato Rivers, einer der wasserreichsten Fluesse NZs. Wir kamen grad zurecht als 2 crazy Kajakfahrer die Durchfahrt planten nachdem sie auf der Bruecke ein paar Bier getrunken und Wetten abgeschlossen hatten - es war unglaublich, aber sie schafften es tatsaechlich durch den ca 6m engen tosenden Felskanal die ca.500m bis zum Wasserfall und nur einer kenterte beim Hinabschiessen ueber die 9m hohe Felsbruchkante und gelangte schliesslich auch unverletzt (geschuetzt durch Sturzhelme)wieder ins ruhigere Wassere stromabwaerts... Die Kiwis lieben alle gefaehrlichen Outdoorsportarten!!
Bei der Weiterfahrt entlang des 616km2 grossen und 185m tiefen Lake Taupo, aus geologischer Sicht ein Saeugling, fiel es schwer, die friedliche Umgebung mit der Entstehung des Sees, eines riesigen Vulkanausbruchs 186 n.C.zu assoziieren! Damals wurden ca. 24 KubiKILOmeter Gestein und Asche in die Luft geschleudert, die Asche flog so hoch dass sich der Himmel in China verdunkelte und die Roemer eine blutrote Faerbung des Himmels verzeichneten!! Die unterirdische Magmakammer stuerzte ein und der Krater fuellte sich spaeter z.T. mit Wasser. Viele Straende bestehen heute noch aus federleichtem Eruptivgestein das bei starkem Wind ueber den See geblasen wird!
Am Suedufer des Sees liegt Turangi, ein kleiner Ort der Ausgangspunkt der Shuttlebusse fuer die Tongoriru-Alpine-Crossing ist und nach Buchung des fruehesten Shuttles (5.30) wegen weiterem schlechten Wetterbericht fuhren wir weiter nach Pukawa wo wir im We-Haus einer Verwandten meiner family (die ich nur 2 x gesehen hatte) bleiben konnten! Ja, das ist auch was voellig unterschiedliches zu Europa - die Leute sind extrem vertaruensvoll wenn sie dich moegen, wir kriegten die Adresse und erfuhren wo der Hausschluessel versteckt ist - dann noch die Telnr. falls wir nicht hinfinden sollten und "enjoy your stay!" - das wars... Ich war auch noch nie bei einer family die das Haus zusperrte wenn sie fuer ein paar Std. weggingen.... Anfangs beaengstigend fuer mich, all meine Sachen incl. Pass daheimzulassen wenn wir an den Strand fuhren!
Mittwoch, 21. Dezember 2011
Whakatane - Bay of Plenty
| Whale Island i. und White Island im Dunst re. |
| Marae (Versammlungshaus der Maori)in Whakatane |
Bin seit 11.12. in dem kleinen Kuestenort Whakatane und habe von meinem Zimmer einen unschlagbaren Blick auf Whale Island und die rauchende Vulkaninsel White Island (20 bzw. 50 km) vor der Kueste! Meine sehr liebenswerte aber absolut chaotische family haelt mich auf Trab und ich versuche ihnen mit selbstgekochten Mahlzeiten ein bisschen europaeische Esskultur nahezubringen... Gestern war Keksebacken mit den kids (4,8,11 Jahre) angesagt und wenn mein vor 2 Tagen angekommener franzoesischer "Kollege" nicht auch noch Tiramisu produziert haette, waeren heute schon keine mehr uebrig!
Hier gibt es tolle walking trails entlang der Kueste und ueber die vielen Huegel, aber ohne Beachtung der Gezeiten wurde es vorgestern fuer mich ein richtiges Abenteuer, da mich die Flut erwischte und ich nicht mehr weiterkonnte - statt der Wanderung wurde es eine wilde Kletterei ueber die Klippen - spannend!!
Das Wetter ist extrem wechselhaft und von Sommer keine Spur - seit ich hier bin hat's 8 Tage geregnet... trotzdem war ich an den restlichen Tagen schon am Strand und sogar schwimmen im Meer (als einzige ohne diving suit den alle zum Surfen anhaben), aber durch den dauernden Wechsel zwischen heiss - wenn die Sonne mal rauskommt - und eiskaltem Wind mit Sturm und Regen bin ich mittlerweisae so abgehaertet, dass nur das Rauskommen wirklich kuehl war. Das Ozonloch muss direkt ueber uns sein, die Sonne ist weitaus staerker als in Australien hab ich das Gefuehl!
Ich war auch schon 2x Thermalbaden, einmal abends im 12 km entfernten Awakeri Hot Springs und nach einer Wanderung mit den kids zu den Tarawerafaellen (65 m hoch, der Fluss verschwindet zuerst in ehemaligen Lavaspalten vom Vulkanausbruch um 1880 und kommt dann als grosser Wasserfall ein Stueck weiter unten wieder heraus) wo's meist nieselte, zum Aufwaermen danach in Kawerau, dem Ausgangspunkt unserer Wanderung.
Die Landschaft ist einfach berauschend, so viele unterschiedliche Gegenden (Hochebenen mit alpiner Fruehlingsflora, roter Fingerhut und Margeriten neben Farnbaeumen und flechtenuebersaeten Felswaenden, Waelder und tiefe Schluchten mit kristallklaren Fluesschen, Vulkankegel und rote Felsen, Bergseen und dampfende Schlammloecher oder heisse schwefelig-stinkende Quellen..) auf engstem Raum, oft nur wenige km weiter findet man schon eine voellig andere Landschaft!!
Ohne eigenes Auto ist man allerdings ziemlich aufgeschmissen da der oeffentliche nahverkehr sehr zu wuenschen uebrig laesst bzw. sehr zeitaufwendig ist (Roturua ist nur ca.80 km entfernt , man muss aber 2 Tage Zeit haben da man nur 1x tgl. hin ODER zurueck kommt...) - aber fuer ein erstes Kennenlernen und Orientieren bin ich recht zufriedendamit mir den Linksverkehr und die kurvigen Strecken allein nicht antun zu muessen... und der naechste Besuch erfolgt dann mit eigenem Auto, 3 Monate sind eh viel zu kurz um alles zu sehen was ich moechte!
Freitag, 9. Dezember 2011
4 Tage auf Waiheke Island
Ich verbrachte wundervolle entspannte Tage bei Mala auf dieser paradiesischen Insel. Ausser ein bisschen Haus- und Gartenarbeit war hauptsaechlich meine Mithilfe bei den Proben zur Marionettenauffuehrung der Zauberfloete gefragt (als aus Oesterreich stammend sofort zum Spezialisten fuer Mozart ernannt...), die Mala mit ihren 5 Schuelern der (Mini-)Steiner-School naechste Woche fuer die Eltern auffuehren will - mehr Spass als Arbeit!! Die restliche Zeit verbrachte ich haupsaechlich auf walking trails die mich kreuz und quer ueber die Insel fuehrten, durch zauberhafte Farnwaelder, vorbei an verwunschenen Teichen und Wasserfaellen - ich erwartete immer wieder Trolle, Feen oder Elfen zu sehen... Kein Wunder dass sie den Herrn der Ringe hier verfilmt haben und nun auch den Kleinen Hobbit!
Ein toller Ausblick folgte auf den anderen und es wird jetzt richtig schwierig werden nur einige Fotos von den vielen wunderschoenen Buchten und Waeldern auszuwaehlen!
Ein toller Ausblick folgte auf den anderen und es wird jetzt richtig schwierig werden nur einige Fotos von den vielen wunderschoenen Buchten und Waeldern auszuwaehlen!
Montag, 5. Dezember 2011
....seit gestern in Auckland - New Zealand!
Am 3. 12 verliess ich Bargara und fuhr von Bunderberg mit dem "tilt-train" zurueck nach Brisbane und verbrachte die letzten 20 Std. wieder in Beenleigh bei Kurt. Es wurde ein langer Abend mit Unmengen zu essen und zu trinken und noch viel mehr Geschichten (Australians love stories...) da wir beim Nachbarn zur Geburtstagsfeier seiner 40jaehrigen Tochter eingeladen waren, aber trotz meiner leichten Bedenken wurde ich puenktlich vormittags darauf mit dem truck am Flughafen abgeliefert und kam nach 3stuendigem Flug bei Regenwetter und 18 Grad mit einer weiteren Zeitverschiebung von 3 Std. hier in Auckland an.
Der 1. Eindruck war im Gegensatz zu Australien recht "british" und bei meiner Stadterkundung lernte ich dann auch gleich einen ehemaligen Rugbyspieler kennen der mir interessante Geschichten aus den 50er und 60er Jahren erzaehlte in denen er mit seiner Mannschaft mehrmals zu Spielen auch in England war.
Ich graste das Gebiet vom Hafen an suedwaerts ab (ueberraschend huegelig!) mit dem Rathaus am Aotea-Square, Myers- und Albert Park und natuerlich die grosse Art Gallery wo ich den Rest des Tages verbrachte.
Nach meinen 2 Naechten hier im hostel am Waitemata Harbour starte ich heut nachmittags mit der Faehre Richtung Waiheke Island (eine 90 km2 grosse Insel hier im Hauraki Gulf, 6000 Einwohner, 40 min entfernt von der Grossstadt, bewohnt vor allem von Malern und Kunsthandwerkern die hinzogen als es nur 1x tgl. eine Faehrverbindung gab und deshalb die Grundstueckspreise noch niedrig waren - im Gegensatz zu heute!) und freu mich auf die laendliche Ruhe bzw. voellige Abgeschiedenheit meiner naechsten Gastgeberin die in der einsamen Rocky Bay irgendwo in der Naehe der letzten Bushalteestelle zu finde sein soll.... Ausser Weinguetern und dem Fort Stony Batter, das Auckland im 2. Weltkrieg vor den Japanern schuetzen sollte, gibts nur Natur... Wird das gut werden!!!
Der 1. Eindruck war im Gegensatz zu Australien recht "british" und bei meiner Stadterkundung lernte ich dann auch gleich einen ehemaligen Rugbyspieler kennen der mir interessante Geschichten aus den 50er und 60er Jahren erzaehlte in denen er mit seiner Mannschaft mehrmals zu Spielen auch in England war.
Ich graste das Gebiet vom Hafen an suedwaerts ab (ueberraschend huegelig!) mit dem Rathaus am Aotea-Square, Myers- und Albert Park und natuerlich die grosse Art Gallery wo ich den Rest des Tages verbrachte.
Nach meinen 2 Naechten hier im hostel am Waitemata Harbour starte ich heut nachmittags mit der Faehre Richtung Waiheke Island (eine 90 km2 grosse Insel hier im Hauraki Gulf, 6000 Einwohner, 40 min entfernt von der Grossstadt, bewohnt vor allem von Malern und Kunsthandwerkern die hinzogen als es nur 1x tgl. eine Faehrverbindung gab und deshalb die Grundstueckspreise noch niedrig waren - im Gegensatz zu heute!) und freu mich auf die laendliche Ruhe bzw. voellige Abgeschiedenheit meiner naechsten Gastgeberin die in der einsamen Rocky Bay irgendwo in der Naehe der letzten Bushalteestelle zu finde sein soll.... Ausser Weinguetern und dem Fort Stony Batter, das Auckland im 2. Weltkrieg vor den Japanern schuetzen sollte, gibts nur Natur... Wird das gut werden!!!
Erfolgreiche turtle-watching-night....
| ermattete caretta caretta nach eiablage |
| Protokoll von 3 Tage vorher als ich mit dem Rad zur Turtle-beach fuhr |
Bei absoluter Dunkelheit wars gar nicht so einfach den ueber 1m langen dunklen wandernden Berg zu orten und wir mussten auch vorsichtig sein da die Viecher ja leicht verschreckt werden durch Bewegungen in ihrer Naehe - so wanderten auch die ersten 2 aus dem Meer aufgetauchten bald wieder zurueck ohne Eier abzulegen, aber die 3., eine etwas kleinere mit nur knapp 90cm wie sich spaeter rausstellte, begann ein Loch zu graben mit ihren Hinterbeinen und legte dann innerhalb der naechsten halben Stunde fast 100 Eier!
Da sie ihre ganze Arbeit zu tief am Strand erledigt hatte durften wir mit dem Ranger alle ausbuddeln und weiter oben ein neues "Nest" graben und sie dort wieder verbuddeln - so ein tischtennisballgrosses Schildkroetenei in der Hand haben war schon ein Erlebnis!
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